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Das Ich im Cyberspace

Religionslehrkräfte

LG Nr. 92-711
27.03.2017 - 31.03.2017
in Gars

28 Plätze

Leitung
Dir. Dr. Ferdinand Herget

Religiöse Kompetenz stützt die Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich. Der neue Lehrplan betont daher die Entfaltung der Identität (LB 10.1), die Unvoreingenommenheit gegenüber Verschiedenheit (11.2) und die Entwicklung von zukunftsfähigen Gestaltungsräumen (LB 12.2). Das fördert die Offenheit für Neues, Unerwartetes und Unvorhersehbares und befähigt, sich selbst und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Dies ist auch maßgeblich für religiöse Erkenntnisfähigkeit. Dagegen konfrontiert das Internet die Nutzer zunehmend mit sozialen, ökonomischen, politischen oder religiösen Informationen, die vom Verhalten der User im Netz abhängen (Big Data). Der Erlebnis- und Erfahrungsraum verschiebt sich unmerklich: Der Mensch bewegt sich zunehmend in einer Wirklichkeit, die auf Grund seiner bisherigen Vorlieben, Bedürfnisse und Interessen selektiert wird. Seine Welt wird immer geschlossener und die Verständigungsaussichten in einer pluralen Gesellschaft beschnitten. Das steht im schroffen Gegensatz zum christlichen Menschenbild. Diese Fortbildung befähigt Lehrkräfte aus dem christlichen Menschenbild Kriterien abzuleiten, die die Mechanismen der Abschließung kritisch durchleuchten. Dazu entwickeln die Teilnehmer eigene Unterrichtsentwürfe, die Schüler/innen zu kritischer Distanz gegenüber geschlossenen Welten anregen und sie unterstützen, ihre Persönlichkeit in Begegnung und Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenbild weiter zu entwickeln.

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Steinboden im Kloster Gars Foto: Elisabeth Kühlechner